Zur Diskussion: „Mobiles Digitales Lernen“ statt „Handy-Nutzungs-Verbot“ in Schule

Jürgen Lemke

In Zusammenhang mit einem aktuell in vielen Schulen diskutierten und durchgeführten  „Handy“-Nutzungs-Verbot in Schule, halte ich es für wichtig, dieses Thema auch unter dem Zukunfts-Aspekt „Mobiles Digitales Lernen“ und Medienbildung in Schule zu diskutieren. Deshalb möchte ich hierzu eine möglichst breite offene und konstruktive Diskussion anregen.

Wir leben in einer Wissensgesellschaft. Wissen rückt über „Mobile Digitale Medien“ verfügbar an den eigenen Leib. Wie gehen wir mit diesen neuen Lern-Möglichkeiten zukünftig verantwortlich in Schule um? Diese Entwicklung lässt sich nicht als „Lern-Störung“ aus Schule verbannen. Was bedeutet dies für Lernen insbesondere für ein Mobiles Lernen und wie wird diese Schlüsselkompetenz für lebenslanges Selbst-Lernen an Schulen aktiv und medienkompetent vermittelt?

Können wir eigentlich noch von „Handy“ sprechen oder handelt es sich inzwischen – zumindest in Schülerhand – nicht überwiegend bereits um multimediale Klein-Computer, die sich begrifflich eher mit „Mobile Digitale Medien“ beschreiben lassen (Smartphone, Tablet-Computer, IPhone, IPad, IPod, Androide, etc – aber auch Notebooks und Laptops gehören erweitert dazu…). Als „Medien“ unterliegen sie in Schule der Verpflichtung zur Medienbildung. (siehe unter § 2, Schulgesetz NRW: „Die Schülerinnen und Schüler sollen insbesondere lernen …mit Medien verantwortlich und sicher umzugehen.“)

„Mobile Digitale Medien“ haben eine hohe Faszination und Attraktivität. Es gibt auch Schülerinnen und Schüler, die dabei eine regelrechte Sucht entwickeln und einige im Grenzkontakt auch Fehlverhalten. Die meisten experimentieren spielerisch in der Regel allein oder untereinander – weil kaum jemand – weder Eltern noch Lehrer die Kompetenz  haben, sie dabei zu beraten und zu begleiten. Wer weiß denn aktuell, was mit Mobilen Medien inzwischen möglich ist? Alle müssen insofern fortlaufend lernen mit dieser neuen Kulturtechnik umzugehen – in Schule sind wir per Gesetz sogar dazu verpflichtet.

Wir müssen in Schule einen unkultiviert wild wuchernden Medienkonsum bezogen auf „Zocken“ und einen permanent laufenden Kommunikationsdruck in den sozialen Netzwerken einschränken, regeln und auch kontrollieren. Dennoch – kann ein Verbot für die Schüler, pädagogisch gesehen, die Lösung dafür sein, „Handy“ bezogene Kommunikations-, Musik- und Spiel-Exzesse und einen Missbrauch mit Bildern zu verändern oder wird dieses Problem damit nicht eher aus dem Verantwortungsbereich von Schule nach draußen geschoben? Die „Was stört muss weg-genommen werden“-Haltung an Schulen ist sicherlich keine adäquate zeitgemäße pädagogische Lösung!

Sollten Schülerinnen und Schüler anstelle eines „Handy“-Verbots nicht im Gegenteil alle pädagogischen Chancen in Schule erhalten, gezielt verantwortliche und sichere Verhaltensweisen im Umgang mit Mobilen Digitalen Medien insbesondere auch mit Bildern und persönlichen Daten in sozialen Netzwerken in speziell dafür bereitgestellten „realen“ Selbst-Lern-Räumen zu entwickeln und zu lernen. Was ist mit einem Nutzungs-Verbot erreicht, wenn sich ein potenziell missbräuchlicher Umgang mit Bildern in der Folge auf die Toiletten, an den Rand des Schulgeländes oder in „dunkle illegale Ecken“ – bzw in den Freizeitbereich nach Hause hin verlagert?

„Mobile Digitale Medien“ würden als nützliche „Lern-Medien“ so eher insgesamt negativ – als illegal – konnotiert und aus einsehbaren und kontrollierbaren Bereichen, in denen auch pädagogisch gewolltes Vertrauen über ein gemeinsames staunendes Sich-Zeigen angesichts faszinierender neuer Möglichkeiten und über ein genaues Hinsehen entstehen könnte, ausgeschlossen. Ein Verbot in allen Schüler-Räumen würde eher als ein bevormundender Einschnitt in die Lebenswirklichkeit von Jugendlichen empfunden und Unverständnis und Ablehnung gegenüber einer medienfeindlichen wieder einmal einschränkenden und regelnden Schule erzeugen als vertrauensbildend wirken.

Flankierend zu notwendigen Regelungsmaßnahmen im Umgang mit „Handy“ müsste daher zugleich auch eine Palette von positiven Geboten entwickelt werden. Aktiv beratende und zukunftweisende medienpädagogische Maßnahmen im Umgang mit „Handy“ bzw. „Mobilen Digitalen Medien“ müssen offensiver und nachdrücklicher als bisher in Schule hineingetragen werden und auch verstärkt Unterrichtsthema werden. Weiterhin sollten die anregenden lernaktivierenden Möglichkeiten neuen Mobilen Lernens unterrichtsbezogen für die schulische Praxis untersucht und entwickelt werden.

Es wäre insofern anzustreben zu diesem wichtigen Zukunftsthema „Lernen mit Mobilen Digitalen Medien“ eine praxisbezogene begleitende wissenschaftliche Untersuchung in Schule zusammen mit einer Uni – z.B. Fachbereich Germanistik, Pädagogik – oder anderen Institutionen durchzuführen.

„Mobile Digitale Medien“ müssen gezielt und aktiv in Schule in die Hand genommen werden, um damit zu lernen!

Ich möchte folgende Vorschläge und Ideen zur Diskussion stellen:

1. Kein „Handy“-Verbot zu erlassen sondern für Mobiles Lernen zukunftsweisend, verantwortlich und offensiv in der Schule klare erlaubte „Selbst-Lern-Räume“ für Schülerinnen und Schüler zu definieren, einzurichten und die auch auszuweisen: z.B.  „Mobiler-Selbst-Lern-Raum“, „Mobiler Wissens-Raum“, „Mobiles Lernen“, „Mobile Lern-Wolke“, „Mobiles Lernen für deine Zukunft“, „Mobiles Intuitives Lernen“ etc …

„Mobile-Medien-Orte“ sollte man ganz offensiv so oder ähnlich bezeichnen, um sie von vorn herein klar und eindeutig unter dem Aspekt „Mobiles Lernen“ einzuführen – Räume in denen „Handys“ bzw Mobile Digitale Medien von Lernenden eigenverantwortlich genutzt werden dürfen. Damit würde auch medienpädagogisch der lange geforderten Selbst-Lern-Entwicklung an Schule Rechnung getragen und das Zukunftsfeld Mobile Digitale Medien wird positiv besetzt. Das würde zugleich auch an Vernunft und Selbstkontrolle von Schülern appellieren und sie dazu auffordern, sich gegenseitig immer wieder daran zu erinnern, dass es in diesen Räumen vorrangig um ein „Selbst-Lernen mit Medien“ geht. Von solchen Lern-Szenarien könnten langfristig pädagogisch eher positive Lern-Wirkungen ausgehen, die selbstverständlich noch weiter flankiert werden müssten. (z.B. Schüler-Medien-Scouts, Medien-Beratungen, aktiver Unterricht mit Mobilen Digitalen Medien…)

2. Einführung klarer Regeln im Umgang mit „Handys“, bzw „Mobilen Digitalen Medien“: Was ist erlaubt, was nicht…? Was ist bei einem Regel-Verstoß zu erwarten…? „Handys“ bzw Mobile Digitale Medien sollten in Schule stummgeschaltet mitgeführt werden aber auch außerhalb des Unterrichts in bestimmten Räumen bzw W-LAN Zonen ausdrücklich benutzt werden dürfen… und nicht nur „draußen“. Dort kann man sicherlich nicht gut lernen und diese Maßnahme nimmt Mobile Digitale Medien als Lern-Medien nicht ernst. Während der Unterrichtszeit sollten Mobile Medien mit Erlaubnis des Lehrpersonals benutzt werden dürfen. Sinnvolle Pausenregelungen: In der „Fünf-Minuten-Paus bleibts Smartphone aus“?

3. Über ein Umgehen mit Fotos und Videos in Schule muss aktiv aufgeklärt werden. Niemand darf gegen seinen Willen fotografiert und insbesondere nicht veröffentlicht werden. „Jeder Mensch hat ein Recht auf den Schutz seines Bildes“ und laut STGB gibt es bei Missbrauch drastische Strafen auch für die Verwendung anstößiger Bilder (Pornographie, Gewaltvideos, etc) Hierzu sollte es deutlich sichtbare Aufklärungsaktionen geben. (z.B. über Plakate in der Schule)

4. Es sollte daher offensive Aufklärungsmaßnahmen geben für einen achtsamen verantwortlichen Umgang mit „Privat und Öffentlich“, über eine Verwendung eigener und fremder Bilder und persönlicher Daten im Internet und in Sozialen Netzwerken: Was ist Cybermobbing? Wie gehe ich damit um? Wie wehre ich mich dagegen? Wen kann ich ansprechen? Wo bekomme ich Hilfen? Hinweise auch zu Strafverfolgungsmöglichkeiten über digitale Bewegungs-Spuren im Internet… in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium… etc.

5. Mehr aktive und positive zukunftweisende Medienbildungsmaßnahmen in der Schule durchführen: Den Umgang mit Mobilen Digitalen Medien nicht länger als „Lern-Störung“ zu diffamieren und in die illegalen „dunklen Ecken“ an den Rand des Schulgeländes zu verbannen sondern auch positiv zu besetzen und endlich als „Lern-Medium“ zu entdecken und zu ermöglichen. Welche Anwendungen (Apps) lassen sich im Fachunterricht für Lernzwecke einsetzen? Austausch von Erfahrungen zwischen Lernenden und Lehrenden… und auch darüber, welche Schüler ihr Wissen weitervermitteln können? (eine aktive evaluierende „LERN-Woche für Mobile Medien“ in Schule durchführen)

6. Mehr Medienkompetenz Fortbildungs-Maßnahmen: Alle Lehrer/innen sollten zu kontinuierlichen Fort- und Weiterbildungen auch und gerade im Umgang mit Mobilen Digitalen Medien angehalten und auch verpflichtet werden. Hier handelt es sich um eine wichtige Entwicklungsaufgabe von Medienkompetenzen auch im Sinne eines selbstständigen Lernens im Ganztag: es geht um das fortlaufende Lernen und Lehren einer neuen Kulturtechnik und Schlüsselkompetenz, bei der Schüler/innen oft kompetenter als ihre Lehrer sind…

7. Mehr „Medien-Toleranz“ und auch „Selbst-Lern-Toleranz“ an Schule – verstärkte Unterstützung und Förderung von Lehrer/innen, die sich dem Medienbildungs-Auftrag von Schule in ihrem Unterricht aktiv zuwenden, denn sie leisten Pionierarbeit im Sinne einer erforderlichen Medienbildung.

8. Die mediale Ausstattung von Schulen muss gerade auch im Bereich Mobile Digitale Medien ausgebaut werden, damit ein „materieller“ Wettbewerb unter Schülern unterlaufen wird. (Einrichtung von W-LAN Hotspots, Anschaffung auch von schuleigenen Geräten (Tablets, Pods, Pads, etc), damit es weniger Benachteiligungen und Konkurrenz gibt,…)

Die Nutzung auch schülereigener Mobiler Digitaler Medien sollte in Schule offensiv angegangen und gefördert werden. Im Gegensatz zu einer in der Regel eher unzureichenden medialen Versorgung an Schulen, stehen diese inzwischen ausreichend zur Verfügung: mehr als 80% der 14 bis 19 Jährigen sollen inzwischen Smartphones besitzen. In Schule sollten sie lernen können, verantwortlich damit umzugehen. Es gilt die Methode „BYOD“ (Bring Your Own Device) also „Du darfst deine eigenen Medien mitbringen“ für Schule aktiv für Selbst-Lern-Zwecke zu erschließen.

9. Mobiles Lernen ist Zukunftslernen, ein notwendiges Lernen von Schlüsselkompetenzen. Schule hat per Gesetz einen dazu verpflichtenden pädagogischen Auftrag für Medienbildung und Medienkompetenz auch im Fachunterricht, wo Mobiles Lernen momentan eher rudimentär z.B. für Internet-Recherchen oder als Wörterbuchersatz eingesetzt wird. Bei sogenannten Smartphones handelt es sich aber um digitale Medien, die für ein schüleraktivierendes mobiles multimediales Lernen sehr gut geeignet sind und für die inzwischen viele sinnvolle „Lern-Apps“ für alle Schulfächer zur Verfügung stehen. Viele Schulen werden mit Tablet-Rechnern für Mobiles Lernen ausgestattet und gehen konstruktiv und offensiv mit dem Thema verantwortliches selbstständiges Lernen mit mobilen digitalen Medien um.

Wissen ist am eigenen Leibe verfügbar und der Umgang damit muss gelernt werden. Schülerinnen und Schüler sollten die Möglichkeit dazu auch gerade in der Schule haben, immer mehr zukünftig auch mit ihren eigenen Mobilen Digitalen Medien selbst zu lernen und nicht nur auf Anweisung des Lehrers hin. Lernen heißt, Wissen aktiv und produktiv zu erzeugen und rezipieren zu können. Das  bedeutet, bewusst diesen nachhaltigen selbstgesteuerten Lernprozess mehr eigenverantwortlich zu ermöglichen und zu unterstützen. Denn ihre eigenen Mobilen Medien stehen ihnen dafür immer – auch für Lernzwecke – zur Verfügung. Im Gegensatz zur schulischen Mediothek, die im Ganztag nachmittags meist geschlossen ist.

Selbst-Lern-Tools für Mobiles Lernen können zukünftig in Verbindung mit neuen moodlebasierten schulischen Lernplattformen entwickelt werden. In die können sich Lernende auch mobil einloggen, um dort eingestellte fächerbezogene Lernaufgaben für den Unterricht zu bearbeiten. Schule käme mit einem derart konstruktiven zukunftweisenden Umgang ihrer Verpflichtung zur mobilen Medienbildung nach und könnte zudem flexibler mit dem immer noch überfrequentierten Lern-Ort Klassenraum umgehen.

Lemke, Jürgen: Digitales mobiles (Selbst) Lernen statt Handy-Nutzungsverbot. Medienkompetenz Entwickeln. (2013), Heft 64 , S. 17-21. erschienen in der Zeitschrift “Lernende Schule, für die Praxis pädagogischer Schulentwicklung”, Friedrich Verlag

*

Grundlegend gibt es für Schule in Nord-Rhein-Westfalen folgende verbindliche Bestimmungen und Beschlüsse zu ihrem pädagogischen Bildungsauftrag mit Medien:

…aus der KultusMinisterKonferenz-Erklärung „Medienbildung in der Schule“. Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 8. März 2012:

„Medienbildung gehört zum Bildungsauftrag der Schule, denn Medienkompetenz ist neben Lesen, Rechnen und Schreiben eine weitere wichtige Kulturtechnik geworden.“  „Die Entwicklung von umfassender Medienkompetenz durch Medienbildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur im Zusammenwirken von Schule und Elternhaus sowie mit den Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Kultur bewältigt werden kann.“  „Schulische Medienbildung versteht sich als dauerhafter, pädagogisch strukturierter und begleiteter Prozess der konstruktiven und kritischen Auseinandersetzung mit der Medienwelt. Sie zielt auf den Erwerb und die fortlaufende Erweiterung von Medienkompetenz; also jener Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die ein sachgerechtes, selbstbestimmtes, kreatives und sozial verantwortliches Handeln in der medial geprägten Lebenswelt ermöglichen.“

… auch im Schulgesetz NRW (Stand: 1.7.2010) heißt es im § 2 Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule, dass Schüler/innen insbesondere lernen sollen, „mit Medien verantwortungsbewusst und sicher umzugehen.“

Schule hat einen klaren Medienbildungsauftrag auch bezogen auf Mobile Digitale Medien hin zu erfüllen. Wenn Schule hier verantwortlich pädagogisch wirken will und im Umgang mit Medien ernst genommen werden will, muss sie sich aktiver und offensiver als bisher auch um Mobile Digitale Medien und die damit verbundenen neuen Lern-Möglichkeiten im Unterricht kümmern. Ein radikales Verbot setzt meiner Ansicht nach pädagogisch ein falsches Zeichen für die Zukunft.

Hiermit würde sich Schule von zukunftsweisenden Entwicklungen im Bereich digitales mobiles Lernen abschneiden, wenn sie über ein „Handy“-Verbot zugleich auch Räume von Schülerinnen und Schülern bezogen auf eigenverantwortliches Lernen mit Medien im Ganztag versperrt und sie somit in die Illegalität verbannt.

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Zur Information: Was ist laut Strafgesetzbuch (StGB) mit „Handy“ bzw mit Bildmedien verboten?

§ 201a Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen

(1) Wer von einer anderen Person, die sich in einer Wohnung oder einem gegen Einblick besonders geschützten Raum befindet, unbefugt Bildaufnahmen herstellt oder überträgt und dadurch deren höchstpersönlichen Lebensbereich verletzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer eine durch eine Tat nach Absatz 1 hergestellte Bildaufnahme gebraucht oder einem Dritten zugänglich macht.

(3) Wer eine befugt hergestellte Bildaufnahme von einer anderen Person, die sich in einer Wohnung oder einem gegen Einblick besonders geschützten Raum befindet, wissentlich unbefugt einem Dritten zugänglich macht und dadurch deren höchstpersönlichen Lebensbereich verletzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

(4) Die Bildträger sowie Bildaufnahmegeräte oder andere technische Mittel, die der Täter oder Teilnehmer verwendet hat, können eingezogen werden. § 74a ist anzuwenden.

§ 131 Gewaltdarstellung

(1) Wer Schriften (§ 11 Abs. 3), die grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen in einer Art schildern, die eine Verherrlichung oder Verharmlosung solcher Gewalttätigkeiten ausdrückt oder die das Grausame oder Unmenschliche des Vorgangs in einer die Menschenwürde verletzenden Weise darstellt,

1. verbreitet,

2. öffentlich ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht,

3. einer Person unter achtzehn Jahren anbietet, überläßt oder zugänglich macht oder

4. herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, ankündigt, anpreist, einzuführen oder auszuführen unternimmt, um sie oder aus ihnen gewonnene Stücke im Sinne der Nummern 1 bis 3 zu verwenden oder einem anderen eine solche Verwendung zu ermöglichen,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer eine Darbietung des in Absatz 1 bezeichneten Inhalts durch Rundfunk, Medien- oder Teledienste verbreitet.

(3) Die Absätze 1 und 2 gelten nicht, wenn die Handlung der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte dient.

(4) Absatz 1 Nr. 3 ist nicht anzuwenden, wenn der zur Sorge für die Person Berechtigte handelt; dies gilt nicht, wenn der Sorgeberechtigte durch das Anbieten, Überlassen oder Zugänglichmachen seine Erziehungspflicht gröblich verletzt.

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Links:

http://pb21.de/2013/01/medienverbot-in-der-schule/
http://nordfriesen.info/index.php/die-stadt/325-tss-abgehaengt-vom-realen-leben

Klicke, um auf 2012_03_08_Medienbildung.pdf zuzugreifen


http://www.taz.de/!78530/
http://www.mediaculture-online.de/Handy.1610+M559bf321740.0.html
http://medienundbildung.com/index.php?id=464
http://www.medienpaedagogik-praxis.de/2010/10/11/handys-und-smartphones-in-der-schule-reloaded/
http://www.mediaculture-online.de/Ideen-fuer-den-Unterricht.1555.0.html

Klicke, um auf Gewalt_auf_Handy_lfm.pdf zuzugreifen


Klicke, um auf fertigmachen_ist_tabu.pdf zuzugreifen


Klicke, um auf das_netz_vergisst_nichts.pdf zuzugreifen


Klicke, um auf opfer_schlampe_hurensohn.pdf zuzugreifen


http://www.ibi.tu-berlin.de/diskurs/disk_veroeff.htm
http://digitallearningnow.com/
http://karrierebibel.de/lernhelfer-das-smartphone-als-ultimatives-lernwerkzeug-in-schule-und-studium/
http://speirs.org/
http://wikis.zum.de/digilern/Gewinner_des_Videowettbewerbs
http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/bibliothek/reinmann_bildung/reinmann_bildung.html
http://www.mediaculture-online.de/fileadmin/bibliothek/reinmann_bildung/reinmann_bildung.html
http://www.mittelstandswiki.de/2012/02/zukunft-betrieblicher-weiterbildung-blended-learning-verdrangt-den-prasenzunterricht/
http://redaktion42.wordpress.com/2012/02/24/weg-mit-den-edv-raumen-an-unseren-schulen/
http://redaktion42.wordpress.com/2012/02/25/ich-seh-schwarz-edv-betreuung-an-schulen/
http://news.buchakademie.de/?p=694
http://schuelerecke.net/schule/8-tipps-fur-den-einsatz-von-iphone-und-ipod-touch-in-der-schule/
http://sringleb.wordpress.com/2011/08/14/smartphones-und-schule/

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